ERP-Einführung: Typische Fehler vermeiden
ERP-Projekte scheitern oft an Planung, nicht an Software. Sechs häufige Fehler und wie Geschäftsführung und IT sie vermeiden.
ERP-Einführung verändert Abläufe, Daten und Zusammenarbeit. Die meisten Probleme entstehen nicht in der Software, sondern in der Vorbereitung. Diese Fehler lassen sich vermeiden:
1. Unklare Zielsetzung. Was soll das System in zwölf Monaten leisten? Messbare Ziele schaffen Prioritäten: Bestandssenkung, Durchlaufzeit, Transparenz in der Produktion.
2. Zu großer Scope. Alles auf einmal digitalisieren überfordert Budget und Team. Prozessorientiert starten, Zwischenergebnisse produktiv nutzen.
3. Fachbereiche zu spät. Nutzer*innen kennen Sonderfälle. Ohne sie entstehen Lücken und Widerstand. Workshops und Tests vor dem Go-Live sind Pflicht.
4. Daten ungeprüft migrieren. ERP verstärkt bestehende Datenqualität, gut oder schlecht. Migration mit Bereinigung und Stichproben planen.
5. Schnittstellen nachthought. DATEV, E-Rechnung, Lager, Maschinen: Integration früh klären, nicht erst nach Go-Live.
6. Kein Plan nach Go-Live. Prozesse ändern sich. Budget und Verantwortlichkeit für Weiterentwicklung reservieren. Vendor Lock-in früh mitdenken: dokumentierte Anpassungen, exportierbare Daten, wechselbarer Betreuer.
Strukturierte Spezifikation oder ein Prototyp vor dem Großprojekt schaffen belastbare Entscheidungsgrundlage. Grundlagen: Was ist ERP?.