ERP-Ziele definieren: Scope vor Software
Ohne messbare Ziele fehlt Orientierung im ERP-Projekt. Wie Geschäftsführung und IT Ziele und Scope gemeinsam festlegen.
ERP-Projekte scheitern oft an unklarer Zielsetzung. „Wir brauchen ein neues ERP“ reicht nicht. Geschäftsführung und IT sollten vor der Anbieterwahl klären, was sich in 12 bis 18 Monaten messbar ändern soll.
Beispiele für messbare Ziele:
- Bestände um definierter Prozentsatz senken
- Durchlaufzeit Angebot-zu-Auftrag verkürzen
- Transparenz in der Produktion für Disposition schaffen
- E-Rechnung und DATEV ohne Medienbruch
Aus Zielen folgt Scope: welche Prozesse im ersten Rollout, welche später? Wer ist verantwortlich? Welches Budget und welcher Zeitrahmen sind realistisch?
Zu großer Scope ist Fehler Nummer zwei nach fehlenden Zielen (typische Fehler). Prozessorientiert starten reduziert Risiko (prozessorientiert erweitern).
Vor Festpreis oder Großprojekt: Scope und ROI mit Prototyp oder Spezifikation absichern. Ein 48h-Prototyp macht einen Teilprozess greifbar, bevor Budget gebunden wird.
Ziele schriftlich festhalten, mit Fachbereichen abstimmen, regelmäßig gegen Meilensteine prüfen. ERP ist Investition, kein Einkauf nach Feature-Liste.