Lizenzkosten bei ERP: Was Mittelstand rechnen sollte
Lizenzmodelle pro Nutzer, Modul oder Transaktion verändern die TCO über Jahre. Worauf bei der ERP-Kalkulation zu achten ist.
Bei proprietären ERP-Systemen dominieren Lizenzmodelle pro Arbeitsplatz, Modul oder Transaktion. Das wirkt planbar, wird mit Wachstum aber schnell teurer als kalkuliert: neue Standorte, Mitarbeiter*innen, Mandanten oder Module treiben laufende Kosten.
Für die Entscheidung zählt TCO, nicht der Listenpreis der Erstinstallation:
- Einmalige Einführung (Beratung, Migration, Schulung)
- Laufende Lizenzen und Wartungsverträge
- Anpassungen und Schnittstellen über den Lebenszyklus
- Interner oder externer Betrieb
Open Source ERP entfällt die Nutzerlizenz. Budget fließt in Prozesse, Integration und Betrieb. Das verschiebt die Rechnung, eliminiert sie nicht: Hosting, Support und Weiterentwicklung bleiben.
Typische Lock-in-Hebel bei Lizenzverträgen: Mindestlaufzeiten, teure Modul-Upgrades, eingeschränkte Exportrechte. Vor Vertragsabschluss mit Vendor Lock-in und Exit-Strategie abgleichen.
Für den Mittelstand gilt: ein ERP, das mitwächst, darf Wachstum nicht bestrafen. ERP für den Mittelstand und Open Source ERP liefern den Rahmen für den Vergleich.